So habe ich vor einigen Jahren ein kleine Gedichtesammlung von mir genannt. Heute erscheint es mir passend als aktuelles Lebensmotto. Ich richte meinen Blick verstärkt nach Innen wodurch ich lerne gelassener mit dem Außen umzugehen. Wobei es mir in vielen Fällen wirklich schwer fällt, gelassen zu bleiben.
Es herrscht so viel Misstrauen in der Welt, das finde ich sehr schade. Ok, viele Menschen tun auch einiges für dieses Misstrauen. Aber es gibt eben genug Menschen, die Vertrauen verdienen. Nur diese bekommen es dann auch nicht und müssen dafür kämpfen. Das ist nicht fair. Aber um es zu verstehen, müssen wir unseren Blick nach Innen richten. Vertraue ich mir selber? Diese Frage muss als erstes beantwortet werden. Denn wie soll ich einem anderen Menschen Vertrauen schenken, wenn ich es mir selber nicht schenke. Wie kann ich anderen Menschen gegenüber ehrlich sein, wenn ich mich selber anlüge.
Möchte ich mit einem anderen Menschen vertrauensvoll und offen umgehen, muss ich erst mal wissen, wo ich zu mir selber offen bin und wo nicht. Im ersten Moment klingt das ziemlich komisch. Doch oft verschließen wir innere Wahrheiten so tief, dass wir sie gar nicht mehr finden. Ich habe vor Jahren ein Gedicht geschrieben, dass einen Vorgang der Offenlegung beschreibt und Mut dazu machen soll:
Lichter in mir
weit weg
schwache Flammen
ich blas sie aus
näher dran
sie werden heller
ich schaff es nicht
ganz nah
unendlich grell
ich bin zu schwach
ergebe mich
sie blenden nicht
sie leuchten hell
ich bin verwirrt
sie umklammern mich
ich muss erkennen
diese Lichter
das bin ich
Es sind schöne, warme Lichter in unserem Inneren. Habt den Mut, euch an diesem Licht zu wärmen. Es wird auch die Welt außen wärmer machen.
1 Kommentare:
Hätten alle Menschen so eine Grundeinstellung, dann wäre die Welt wärmer.
Schau doch mal den Menschen auf der Strasse ins Gesicht. Sie haben das Lächeln verlernt, sind verkrampft,
verbissen, verbohrt. Kalt.
Ich mag die Menschen, denen man die innere Wärme an ihrem Lächeln ablesen kann...
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