Wie wohl alle, die immer vor den Gefahren der Kernkraft gewarnt haben, habe ich gehofft, dass es niemals passiert. Die Befürworter der Atomkraft haben immer wieder betont, wie unwahrscheinlich ein solcher Störfall ist. Angeblich lagen die Wahrscheinlichkeiten bei 1:1.000.000 oder so ähnlich. Nun erlebe ich im Laufe meines Lebens nach Harrisburg und Tschernobyl bereits den dritten Störfall in dieser Dimension. Wie ich auch hin- und herrechne, ich komme nicht auf diese geringe Wahrscheinlichkeit.
Aber die Wahrscheinlichkeiten sind auch egal, denn die Folgen sind einfach nicht kontrollierbar. Pilze aus Südbayern sind heute oft noch mit zu hoher Strahlung belastet, 25 Jahre nach Tschernobyl. Ganz zu schweigen von Kindern, die in der weiteren Umgebung von Tschernobyl heute noch mit schwersten Behinderungen zur Welt kommen. Oder die deutlich erhöhte Rate an Schilddrüsenkrebs bei jetzt 25jährigen aus der Umgebung.
Leider haben wir aus Tschernobyl nicht gelernt. Und auch heute haben es wohl noch nicht alle verstanden (siehe z.B. China und Türkei). Aber auch hier sind wir noch sehr weit von einem Ausstieg entfernt. Da können 2 Schritte helfen:
1. auf das Banner rechts klicken und bei der Abschalt-Aktion von Campact mitmachen.
2. selber aussteigen und zu einem echten Ökostromanbieter wechseln:
![]() |
| www.atomausstieg-selber-machen.de |
Macht mit, ich bin dabei.

4 Kommentare:
Dabei seit ein paar Monaten! Allerdings gerade gehört (und das klingt für mich auch logisch), dass der Atomstrom, den Du und ich nicht verbrauchen, woanders verscherbelt wird - es wird also nicht weniger produziert nur anders verteilt. Däh! Also müssen wir wohl aktiver protestieren, damit die Dinger abgeschaltet werden.
Stimmt Anja, aktiv sein ist wichtig. Allerdings ist es auch so, dass Ökostrom vorrangig durch die Leitungen transportiert werden muss. Je mehr Ökostrom also durch die Leitungen geht, je weniger Platz ist für konventionellen Strom.
Schon gewusst wie aus Atomstrom Öko-Strom wird? Und dabei noch mehr Geld verdient wird? Speicherkraftwerke - richtig. Mit billigen Atomstrom das Wasser hochpumpen, ein paar Stunden warten und runterlaufen lassen. Schon ist es Ökostrom.
Soviel Leute angeblich Ökostrom kaufen, können nämlich die Ökokraftwerke ,Mangel menge garnicht erzeugen. Aber glaub ruhig was die Stromlobby dir erzählt.
Lieber anonyme Schreiber,
schade, dass du deinen Namen nicht preis gibst, denn du gibst einen wichtigen Hinweis. Mir ist durchaus bekannt, dass die großen Stromkonzerne und auch viele Stadtwerke auf diese Art Pseudo-Ökostrom verkaufen. Aus diesem Grund werbe ich auch für einen Wechsel zu einem echten Ökostromanbieter, der nur Strom aus regenerativen Quellen in seinem Programm hat.
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