Es ist wieder viel Bewegung in meinem Leben, freie Bewegung, eben Bewegungsfreiheit. Obwohl? Freiheit? Nicht immer! Johanna hält mich viel in Bewegung. Und auch, wenn ihr Ankommen hier eine freiheitliche Entscheidung unsererseits vorausging, so nötigt sie mich doch in einigen Situationen :-)
Mei Mädele ist höchst agil und nicht zu bändigen mit ihren 16 Monaten. Sie macht eigenständig einen Purzelbaum, will freihändig stehend auf dem Schaukelelch schaukeln und lässt sich auch mal einfach auf einen drauf fallen, wenn ihr danach ist. Z.B. wenn sie gerade auf dem Tisch steht. Da ist dann manchmal eine schnelle Reaktion erforderlich. Mei Mädele ist eben ein richtig kleiner Wirbelwind. So ganz anders wie ihr großer Bruder. Und trotzdem genauso toll, genauso lieb und zum genauso intensiv lieb haben. Eben mei Mädele!
Eine schnelle Reaktion setzt Achtsamkeit und Geistesgegenwart voraus. Wo man nicht achtsam ist, kann man auch nicht reagieren. Ich mache dabei in letzter Zeit sehr gute Fortschritte. Nicht unbedingt in der Meditationspraxis, aber im Alltag bemerke ich eine immer häufigere und verstärkte Aufmerksamkeit auf die Dinge, die ich gerade tue. Ich war immer ein extremer Träumer, meine Gedanken waren häufig überall, nur nicht da, wo sie sein sollten. Das klingt zwar erst mal toll, ein Träumer zu sein. Aber es hilft einem im Leben nicht viel weiter, wenn man sich Traumwelten zusammenreimt, statt sich der Realität zu stellen. Oder wenn in einer Situation die Gedanken weit weg sind und ich dadurch Fehler mache. Meine Gedanken, meine Fantasie, es fließt immer noch in mir. Aber ich bemerke es immer öfter sehr früh und kann mich dann davon lösen und zur Gegenwart zurückkehren. Somit kann ich mich immer häufiger frei von den Träumen, die in den Hintergrund rücken, frei bewegen. Mein Leben gewinnt an Bewegungsfreiheit. Und das ist für mich so schön, dass ich gerade beim Schreiben eine Gänsehaut bekomme. Könnt ihr euch nicht vorstellen? Müsst ihr auch nicht, ist aber wirklich so.
Herzlichen Dank an alle, die meine Bewegungsfreiheit verfolgen.
2 Kommentare:
Dirk,
diese Art von Bewegungsfreiheit ist ein besonderes Geschenk, welches anzunehmen nur wenigen gelingt.
Wie soll man auch verstehen, dass erst das loslassen der Träume die vollständige Freiheit in der realität ermöglicht...
Liebe Grüsse
Mecki
Es ist eben auch nicht einfach, diese Träume, diese Gedanken, die von irgendwoher kommen loszulassen. Dabei sind es eben doch nur Ablenkungen von der Realität, die man nur in der Gegenwart findet.
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